24.10.2016 | Grüne wollen finanzielle Beteiligung von Bürgern an Windparks ermöglichen

Die Grüne Stadtratsfraktion sieht in der möglichen Realisierung von zwei Windparks im Saarbrücker Westen eine Chance zur deutlichen Verbesserung der Kohlendioxidbilanz der Stadt Saarbrücken.
„Wir wollen und müssen unseren CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren. Nur so lässt sich die drohende weltweite Temperaturerhöhung begrenzen. Bezogen auf die Landeshauptstadt können wir durch die drei geplanten Windräder in Gersweiler und vier in Burbach immerhin über 4 % unseres Strombedarfes klimafreundlich produzieren und damit über 2 % unseres CO₂-Ausstoßes vermeiden“, so der Fraktionsvorsitzende Timo Lehberger. Viele Ängste und Befürchtungen, zum Beispiel hinsichtlich Beeinträchtigungen durch Schall, Infraschall, Schattenwurf und Schäden für seltene Arten gehen auf mangelnde eigene Erfahrungen und auch falsche Informationen zurück. Die Genehmigungsbehörde LUA (Landesamt für Umwelt-und Arbeitsschutz) sorgt mit entsprechenden Auflagen dafür, dass der Schutz von Mensch und Natur jederzeit gewährleistet wird. Die Grünen fordern jedoch von dem projektierenden Unternehmen eindeutige Signale, dass sich die Saarbrückerinnen und Saarbrücker auch finanziell an den Windparks beteiligen können, um die Identifikation mit ihrem Windpark zu steigern. In welcher Form diese Bürgerbeteiligung organisiert wird, ist für die Grüne Fraktion zweitrangig.
„Windkraftanlagen sind auch bei uns wichtig für eine umwelt- und klimagerechte Energieversorgung. Für eine höhere Akzeptanz halte ich die Möglichkeit einer direkten finanziellen Beteiligung der Bürgerschaft für sinnvoll und zielführend. Das sollten alle Projektierer bzw. Investoren beherzigen“, so Lehberger abschließend.

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