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27.01.2016 | Rot-rot-grün: Erfolgreiche Ophüls-Ausgabe – Skandalisierung schadet dem Festival

bp15 kl„Das diesjährige 37. Max-Ophüls-Festival war eine sehr starke und erfolgreiche Ausgabe mit hervorragenden Filmen, großartigen Regisseuren und Schauspielern und nicht zuletzt einem Besucherrekord“, so die kulturpolitischen Sprecherinnen von SPD und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN, Elisabeth Potyka und Britta Planz, sowie die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Claudia Kohde-Kilsch. „Umso ärgerlicher war aus unserer Sicht die Skandalisierung rund um die Fragen der Leitung und der Zukunft des Festivals. Dies war der Situation nicht angemessen und schadet dem Festival. Auch daran sollten ‚Freunde des Festivals‘ denken.“
 
Die Fraktionsvertreter verweisen auf die bundesweit hohe Anerkennung des Festivals, sowie die Tatsache, dass es auch in Saarbrücken bei Bürgerinnen und Bürgern äußerst beliebt sei. Das sei eine gemeinsame Leistung aller, der Festivalleitung, der Mitarbeiter, der Filmschaffenden, der Oberbürgermeisterin und Ihrer Verwaltung sowie des Aufsichtsrats und der Politik. Es sei angesichts der Haushaltsnotlage keineswegs selbstverständlich, dass es gelungen ist, den städtischen Zuschuss stabil zu halten und bis mindestens 2020 zu sichern. Darüber hinaus engagiere sich die Stadt in vielerlei Hinsicht für das Festival, sei es bei der Kontaktaufnahme zu Sponsoren oder in der Werbung. Mit einem Gesamtetat von über einer Million Euro sei das Festival insgesamt durchaus ordentlich finanziert.
 
„Es gibt keinen Skandal um die Besetzung der Festivalleitung“, stellen die Fraktionen klar. „Der Vertrag mit Frau Bandel war zuletzt auf ein Jahr befristet, in beiderseitigem Einvernehmen und auf ihren eigenen Vorschlag hin. Es handelt sich auch nicht um den ersten Wechsel in der Festivalgeschichte. Gabriella Bandel hat das Festival geprägt und nach vorn gebracht, dafür gilt ihr unser Dank. Das gilt ebenso für Philipp Bräuer, der 10 Jahre lang bis 2014 als künstlerischer Leiter wirkte. Wir sind uns der Bedeutung des Festivals vollkommen bewusst. Die leichtfertige Skandalisierung hat auch erhebliche Schatten auf die bundesweite Berichterstattung geworfen. Es ist der völlig falsche Eindruck entstanden, das Festival sei in irgendeiner Weise gefährdet. Das Gegenteil ist der Fall: Es gab zu keinem Zeitpunkt Bestrebungen in der Politik das Festival zu schwächen oder ausfallen zu lassen.“
 
Nun stehe die Neubesetzung der Stelle an. „Wir werden die Leitung fachlich sehr ordentlich besetzen. Das gewählte Verfahren ohne öffentliche Ausschreibung ist im Kulturbereich nicht unüblich und im Aufsichtsrat einstimmig beschlossen worden. Für die Personalauswahl arbeiten wir mit bundesweit anerkannten Experten zusammen. Bei der Besetzung zählt allein die fachliche Kompetenz“, so Potyka, Planz und Kohde-Kilsch.

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