18.02.2009 | Bäume

Bäume prägen nicht nur das Stadtbild, sie symbolisieren auch Lebendigkeit und Leben in der Stadt. In der Geschichte und in vielen Geschichten haben sie ihren ganz eigenen Raum und Stellenwert. Viele Menschen fühlen sich mit Bäumen auf Plätzen, in Straßen und an Wegen verbunden; sie legen Wert auf ihre Gesundheit und ihren Bestand. Mit unserer grünen Politik haben wir uns immer für den Schutz der Bäume stark gemacht und für ihren Erhalt gekämpft. Zahlreiche Initiativen haben uns hierbei über die Jahre hinweg unterstützt und oft auf drohende Baumfällungen aufmerksam gemacht. Alle Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen, dass wir weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln für den Erhalt von Bäumen einstehen. So auch an der Berliner Promenade: Diese Bäume sind ein ganz wichtiger Beitrag für das Kleinklima in dem sensiblen Fluss- und Uferbereich. Sie sorgen für eine Regulierung des Feinstaubanteiles, mildern das Klima und schaffen Aufenthaltsqualität. Diese Effekte werden von neu gepflanzten Bäumen erst nach einigen Jahrzehnten erreicht. Daher machen auch die bestehenden Bäume für uns eine zukünftige Berliner Promenade erst attraktiv. In den Vorplanungen wurde eine Reihe von Bäumen ausdrücklich als wertvoll kartiert und es ist für uns größter ökologischer Unfug, wenn sie jetzt der Detailplanung zu 100 Prozent geopfert werden sollen. In der Artilleriekaserne ist vorbildlich gezeigt worden, wie ein Baumbestand in ein städtebauliches Konzept integriert werden kann. Dies ist eindrucksvolles Beispiel dafür, dass der Schutz der Bäume dazu führt, dass neue Architektur viel bereitwilliger angenommen und das Gesamtensemble als gelungen bewertet wird. Dies stellen wir uns genauso für die Berliner Promenade vor. Wir fordern die Verwaltung auf, verantwortlich mit dem wertvollen Bestand der Bäume umzugehen und in die Detailplanung zu integrieren. Baumschutz und moderne Promenadengestaltung dürfen kein Widerspruch sein.

Claudia Willger-Lambert

Verwandte Artikel