24.11.2010 | Neues Wohnen in Saarbrücken

In einem sind sich alle Ratsfraktionen einig: die Landeshauptstadt attraktiv zu halten und zu gestalten. Wohl denn!
Die Wege zu diesem Ziel unterscheiden sich allerdings. Aus unserer Sicht sind ökologische, soziale und ökonomische Verbesserungen und Standards vorrangig.
Andere Mitbewerber um die besseren Konzepte kommen meist eindimensional daher.
Für die einen ist die Stadtverwaltung der Hort allen Ungemachs, die anderen sehen in der puren Wirtschaftsförderung im alten Stil das non plus ultra.
Dabei ist die Stadt mehr als bloßer Wirtschaftsstandort. Manchen möchte man zurufen: Wirtschaft wird für Menschen gemacht! Nicht umgekehrt.
Damit man sich in Saarbrücken wohlfühlt, gerne hier lebt und arbeitet, braucht es funktionierende Strukturen, eine vielfältige Kulturpolitik, braucht es soziale Institutionen und eine tolerante Stadtgesellschaft.
Und wir brauchen neue Initiativen für urbanes Bauen und Wohnen. Attraktiv für Familien, aber auch für neue Lebensformen. Saarbrücken muss hier vorankommen.
Das beginnt schon bei der Vorplanung möglicher neuer Baufelder. Die Stadt tut gut daran für neue Wohnprojekte Leitlinien zu erstellen und umzusetzen: Kompakt, Urban, Grün!
Und die soziale Durchmischung muss stimmen. In neuen Baugebieten im näheren Innenstadtbereich bieten sich dazu vielfältige Zukunftsperspektiven. Mobilität, Straßenführung, moderne Architektur, nicht zuletzt energieeffiziente Bauten sind in die Planungs- und Bauphase einzubeziehen. Alternative Angebote zum klassischen Bauträgermodell müssen ermöglicht werden. Wir setzen im Stadtbündnis auf urbanes Wohnen. Das rot-rot-grüne Bündnis wird dazu mit konkreten Projekten aufwarten. Flächen in Alt Saarbrücken stehen dabei ganz oben.

Thomas Brück

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