16.09.2011 | Saarbrücken für junge Menschen attraktiver machen

Im Oktober starten Universität und Fachhochschulen ins Wintersemester 2011/2012. So viele neue Studierende wie noch nie beginnen bald ihr Studium in Saarbrücken. Dadurch, dass im Saarland die Studiengebühren abgeschafft sind, ist gerade Saarbrücken ein besonders attraktiver Hochschulstandort geworden. Leider suchen immer noch viele junge StudenInnen eine Wohnung in der Stadt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf! Denn für Saarbrücken ist dieser Zustrom an jungen Menschen Herausforderung und Chance zugleich.
Gerade wenn junge Menschen zum Studium in die Landeshauptstadt kommen,
haben wir die Chance, dass diese langfristig bleiben und in Saarbrücken ihre Zukunft planen. In einer Region, die derart von Abwanderung betroffen ist, ist es wichtig alles zu tun, diesen Trend zu stoppen. Die Stadtentwicklung insgesamt könnte positiv beeinflusst werden, indem sich Bevölkerungsgruppen wieder stärker mischen und somit soziale Unterschiede sowie Bildungsungleichgewichte ausgleichen. Das städtische Zusammenleben braucht die gesunde Mischung aus Menschen mit unterschiedlichem Einkommen, Bildungsgrad und vor allem unterschiedlichem Alter. Stadtteile entwickelten sich aufeinander zu, soziale Brüche in der Stadt würden vermieden.
Da diese Herausforderungen so bedeutend sind, muss Wohnungspolitik in den Fokus der politischen Entscheidungen rücken, um im Wettbewerb zu bestehen. Die Verantwortung für dieses wichtige Zukunftsthema darf nicht allein der städtischen Wohnungsbaugesellschaft übertragen werden. Eine zielgerichtete Wohnungspolitik durch gemeinsame Anstrengungen aller Akteure ist geboten, um passgenau Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Über das Programm „Wohnen für Hilfe“ können alle direkt profitieren und z.B. ältere Menschen, Familien mit Kindern als Vermieter unkomplizierte Hilfe bekommen. Auch hier liegen sehr viele Chancen für neue Lebendigkeit in unserer Stadt.

Claudia Willger

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