04.06.2010 | Wiederauflage der Kolumne

Es war eine gute Idee, die wöchentliche Kolumne an dieser Stelle wieder aufleben zu lassen. Die Redaktion gibt damit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates die Gelegenheit kommunalpolitische Themen aus ihrer Sicht zu kommentieren.
Ein Jahr nach den letzten Kommunalwahlen befindet sich die Stadt mitten im Tagesgeschäft. Bis zum nächsten Urnengang, die OB-Wahlen 2012, ist es noch eine Weile hin.
Zeit also die politischen Ziele hinter der Alltagsarbeit herauszustellen.
Für uns steht neben einer soliden Wirtschafts- und Haushaltspolitik die Positionierung Saarbrückens als „Ökostadt“ ganz oben auf der Agenda. Nicht erst seit die UNO in regelmäßigen Berichten auf die Vorrangigkeit ökologischen Wirtschaftens und nachhaltigem Leben in Zeiten des Klimawandels hinweist, ist für uns die Ökologie das Wichtigste.
Die Menschheit wird nur überleben, wenn wir unsere Denk- und Lebensweise radikal ändern: dies gilt wegen der verheerenden Auswirkungen der Treibhausgasemissionen, dies gilt angesichts der zunehmenden nuklearen Gefahren durch die Weiterverbreitung von Atomwaffen, dies gilt wegen der puren gewinnorientierten und unregulierten Weltwirtschaft, dies gilt wegen den beständig zunehmenden Hungersnöte vor allem in der „Dritten Welt“.
Diesen Entwicklungen entgegenzuwirken bedarf es zahlreicher Anstrengungen.
Für Saarbrücken muss das heißen, die Bürgergesellschaft weiter zu organisieren und lokale Initiativen mit kreativen Ideen zu fördern. Wir müssen das Kunststück fertig bringen zweierlei zugleich zu tun: wachsen und schrumpfen, globalisieren und lokalisieren. Wir brauchen regenerative Energien, soziale und solidarische Wirtschaftsformen und kommunal-gemeinschaftliche Wirtschaftsstrukturen.

Ihr Thomas Brück

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